Der Brite Chris Blackwell gründete im Jahr 1950 auf Jamaika eine Plattenfirma. Die Plattenfirma wurde nach einem Roman von Alec Voughn benannt: „Island in the Sun“. Zunächst wurde nur Musik von den Karibikinseln veröffentlicht, jamaikanische Popmusik. 1962 eröffnete er ein Büro in Großbritannien. Hier veröffentlichte er anfangs nur Ska- und Reggaeplatten. Mit der erst 15-jährigen Millie gelang Island Records auf der britischen Insel der erste Nummer-eins-Hit. Mit dem von Blackwell produzierten Song „Keep on running“, gelang ihm 1965 mit der Version der Spencer Davis Group der nächste große Hit. Nun etablierte sich das Label auch im Rockbereich. In den 60er Jahren, als die britische Folkrockszene boomte bewährte sich Island Record mit Bands wie Fairport Convention. King Crimson bekam 1969 die Chance ihr Debüt zu veröffentlichen, damit wurde stilistische Offenheit des Labels eingeläutet. Eines der erfolgreichsten Alben, die bei Island Records erschienen sind, ist das “Tea for the Tillermann“ von Steven Demetre Gerogiou, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Cat Stevens. Auf diesem Album befinden sich die Hit-Songs „Father and Son“ und „Wild World“. Bis heute ist das eines der Lieblingsalben von Blackwell. Roxy Music festigte den Ruf von Island Records, obwohl Blackwell wenig Interesse hatte, sie unter Vertrag zu nehmen, jedoch überzeugten ihn Mitarbeiter seines Labels von den extravaganten jungen Männern. Nun war Island Records bekannt als cleveres, hippes Label. 1973 veröffentlichte Bob Marley mit seinen Wailers seine erste Platte bei Island Records. Sie hatten den Ruf einer unzuverlässigen Radautruppe, trotzdem nahm Blackwell sie unter Vertrag. Sie fügten Arrangementsideen wie Synthesizer und Rockgittarensolos hinzu und der Erfolg gab ihnen recht. Die achtziger Jahre bescherten dem Label große Aufmerksamkeit, mit den Aufnahmen von Grace Jones kam auch eine der kommerziell wichtigsten Bands zu dem Label, die irische Gruppe U2. Im Jahr 1989 verkaufte Chris Blackwell sein Label für 272 Millionen Pfund und zog sich endgültig 1997 aus dem Musikgeschäft zurück. Mittlerweile hat er mit dem Musiker Tricky ein neues Label gegründet: „Brown Punk“. „A different class“ von Pulp, ist wohl eines seiner letzten musikalischen Höhepunkte bei Island Records gewesen. Heute ist Island Records eine Allerweltsplattenfirma des Universal Konzerns.
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